Lexikon - Eintrag

Magnus Hirschfeld (1868-1935)

Arzt, Sexualforscher und Pionier der ersten homosexuellen Bürgerrechtsbewegung Deutschlands. Hirschfeld prägte die Begriffe „Zwischenstufe“, „Drittes Geschlecht“, “Transvestitismus“ und „Transsexualität“. 1897 war er Mitbegründer des Wissenschaftlich-humanitären Komitees, 1919 gründete er das Institut für Sexualwissenschaft. Dessen Zerstörung 1933 geschah in seiner Abwesenheit, denn als Jude, Sozialist und (nie geouteter) Homosexueller war er von einer 1930 angetretenen Weltreise nicht mehr ins nationalsozialistische Deutschland zurückgekehrt und starb im Exil in Nizza. Hirschfeld wurde Namensgeber vieler Initiativen, Vereine und Stiftungen. Seit 2008 trägt das Berliner Spreeufer zwischen Luther- und Moltkebrücke seinen Namen. Im September 2017 wurde dort das Denkmal für die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung in Deutschland eingeweiht. (khs)

Querlinks: Institut für Sexualforschung, Transvestitismus, Wissenschaftlich-humanitäres Komitee

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